Bildungsgänge

Auslaufender Ausbildungsberuf - keine Anmeldung mehr möglich!


Berufsbild

Das Arbeitsgebiet von Rechtsanwalts- und Notarfachangestellten bezieht sich auf alle in einer Rechtsanwalts- oder Notarkanzlei vorkommenden Tätigkeiten. Die Schwerpunkte der Tätigkeit liegen

  • in der Erledigung von allgemeinen büroorganisatorischen Arbeiten, z.B. Telefonate entgegennehmen und weiterleiten, Termine mit Mandanten vereinbaren, bei Gerichten nachfragen, Akten führen und den Posteingang und -ausgang bearbeiten
  • Tätigkeiten im Bereich des Mahnwesens und des Zivilprozesses
  • Bearbeitung von Zwangsvollstreckungsangelegenheiten
  • Erstellen von Gebührenrechnungen

In einem Notariat fallen folgenden Arbeiten an:

  • Mitarbeit im Urkundswesen
  • Führen der Bücher im Notariat
  • Vorbereitung und Abwicklung in Angelegenheiten des Liegenschafts- und Grundbuchrechts

Die Aufgabenstellungen in einer Kanzlei erfordern selbstständige Vorgangsbearbeitung. Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte verfügen über umfangreiche rechtliche Kenntnisse und organisatorische Fertigkeiten. Daneben sind auch Kenntnisse der Datenverarbeitung und Textverarbeitung notwendig. Sie können berufsbezogene Texte sprachlich und sachlich richtig formulieren und gestalten.
Die Ausbildung soll zu fallbezogenen Rechtsanwendungen im bürgerlichen Recht, Handelsrecht, Arbeits- und Sozialrecht, bei Straf- und Bußgeldverfahren sowie im Verfahren der freiwilligen Gerichtsbarkeit befähigen. Außerdem gehören zum beruflichen Tätigkeitsfeld die Mitarbeit im gerichtlichen Mahnverfahren, in der Zwangsvollstreckung und im Insolvenzrecht.
Zur Ausbildung gehört die Vermittlung von Kenntnissen im Gebührenrecht der Rechtsanwälte, Notare und Gerichte. Am Ende der Ausbildung sollen die Fachangestellten darüber hinaus Kenntnisse und Fertigkeiten im Urkundswesen, bei der Vorbereitung und Abwicklung von Notariatsgeschäften im Grundbuchrecht und in Registerangelegenheiten verfügen.

Ausbildungsdauer
Die reguläre Ausbildungsdauer beträgt 3 Jahre. Für die Abnahme der Prüfung sind die örtlichen Prüfungsausschüsse zuständig, deren Mitglieder von der Rechtsanwalts- und Notarkammer in Hamm berufen werden.
Zur Abschlussprüfung wird zugelassen, wer die Ausbildungszeit absolviert hat oder wessen Ausbildungszeit nicht später als 2 Monate nach dem Prüfungstermin endet.
Der Auszubildende kann nach Anhören des Ausbildenden und der Berufsschule vor Ablauf seiner Ausbildungszeit zur Abschlussprüfung zugelassen werden, wenn seine Leistungen dies rechtfertigen. Dies ist der Fall, wenn die gesamten Leistungen sowohl in der Ausbildungskanzlei als auch in der Schule einen Durchschnitt von 2,0 erreichen.

Schulische Voraussetzungen
Eine bestimmte schulische Bildung ist nicht vorgeschrieben. In der Praxis wird allerdings wegen der besonderen Anforderungen die Fachoberschulreife (FOR) als Eingangsvoraussetzung erwartet.

Berufliche Weiterbildung
Qualifizierungsmöglichkeiten bestehen durch die Teilnahme an Lehrgängen, Kursen oder Seminaren, z.B. über aktuelle Rechtsfragen, Zwangsvollstreckungsrecht, Rechnungswesen in der Anwalts- und Notarskanzlei, Rechtsdatenbanken oder Fremdsprachen.
Von der Rechtsanwalts- und Notarkammer werden Seminare zur Weiterbildung in bestimmten Fachgebieten angeboten so bspw. Lehrgänge zur Weiterbildung zum/zur Bürovorsteher/in. Zum Abschluss der Lehrgänge werden Prüfungsklausuren geschrieben und bei Bestehen der Prüfung neben dem Prüfungszeugnis eine Urkunde ausgestellt, die die erfolgreiche Teilnahme an der Weiterbildungsprüfung zur Rechtsanwaltsfachwirtin bescheinigt

Hinweis:
Berufsausbildungsvertrag, Merkblatt und Verschwiegenheitserklärung können auf der Homepage der Bundesrechtsanwaltskammer heruntergeladen werden.


Unterrichtsinhalte

Die Berufsschule ergänzt die berufspraktische Ausbildung und vermittelt eine berufliche Grund- und Fachbildung in Verbindung mit einer erweiterten Allgemeinbildung. Unterrichtet werden 12 Wochenstunden in den Fächern:

  • Allgemeine Wirtschaftslehre
  • Recht
  • Rechnungswesen
  • Datenverarbeitung/Textverarbeitung
    => berufsbezogener Bereich
  • Deusch/Kommunikation
  • Religionslehre
  • Sport/Gesundheitsförderung
  • Politik/Gesellschaftslehre
    => berufsübergreifender Bereich

Das Unterrichtsangebot an unserem Berufskolleg berücksichtigt den Anspruch auf eine qualifizierte Fachausbildung und orientiert sich gleichzeitig an den unterschiedlichen individuellen Ansprüchen der Auszubildenden:

  • Angeboten werden Stützunterricht und Förderunterricht,
  • ein zum Teil verkurster Unterricht im Fach Recht für die unterschiedlichen Ausbildungsberufe,
  • berufsbezogener DV-/TV-Unterricht.

Die Lerninhalte in der Berufsschule orientierten sich an typischen Geschäftsprozessen in Rechtsanwalts- und Notarkanzleien. Diese werden in sogenannten Lernfeldern zusammengefasst. Lernfelder wiederum werden verschiedenen Fächern zugeordnet. Durch die Orientierung des schulischen Lernens an realen Aufgaben und Arbeitsprozessen erfassen die Schülerinnen und Schüler ganzheitlich die berufliche Wirklichkeit unter Berücksichtigung fachwissenschaftlicher Anteile.

 

Übersicht über die Lernfelder für den Ausbildungsberuf Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte/r

Zeitrichtwerte
Nr. Lernfeld 1. Jahr 2. Jahr 3. Jahr
1 In Ausbildung und Beruf orientieren 80    
2 Materiellrechtliche Vorschriften bei berufstypischen Aufgabenstellungen
anwenden
80    
3 Aufgaben im Mahnwesen selbstständig bearbeiten 40    
4 Bestände und Werteflüsse erfassen und dokumentieren 40    
5 Informations- und Kommunikationssysteme für die Textverarbeitung nutzen 80    
6 Wirtschaftliche Aspekte bei der Rechtsberatung der Mandantinnen und
Mandanten berücksichtigen
  40  
7 Bei der Durchführung von Zivilprozessen mitarbeiten   80  
8 Zwangsvollstreckungsmaßnahmen einleiten und überwachen   40  
9 Dienstleistungen der Rechtsanwältin bzw. des Rechtsanwalts abrechnen   80  
10 Ausgewählte Geschäftsfälle erfassen und dokumentieren   40  
11 Berufsbezogene Schriftsätze am PC selbstständig erstellen   40  
12 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen in Entscheidungen der Kanzlei und der Mandantinnen
und Mandanten einbeziehen
    40
13 An notartypischen Aufgaben im Bereich des allgemeinen Beurkundungsrechts und
des Liegenschaftsrechts mitwirken
    80
14 An notartypischen Aufgaben im Bereich des Familien-, Erb- und Handelsrechts mitwirken     80
15 Bei der Bearbeitung besonderer anwaltstypischer Aufgaben mitwirken     40
16 Das Rechnungswesen als Instrument für Entscheidungen der Kanzlei einsetzen     40
17 Berufsbezogene Aufgabenstellungen mit Hilfe von Standartsoftware
und Kommunikationssystemen lösen
    40
  Summe (insgesamt 880) 320 320 320

 


Zwischen- und Abschlussprüfung

Die Zwischenprüfung

  • soll den Ausbildungs- bzw. Leistungsstand des Auszubildenden zeigen
  • soll die Möglichkeit geben, Defizite im Hinblick auf die Abschlussprüfung rechtzeitig ausgleichen zu können, in dem mögliche Fördermaßnahmen eingeleitet bzw. zu erarbeitet werden
  • die Ausbildungsqualität sichern
  • den Ernstfall Abschlussprüfung üben (Stressfaktor, Wissensfülle etc.)

Zeitpunkt:
Die Zwischenprüfung wird im 2. Ausbildungsjahr in der Regel in der Woche nach den Herbstferien abgelegt.

Anmeldung:
Die Anmeldung erfolgt beim zuständigen Prüfungsausschussvorsitzenden, Herr RA Michael Lewburg, Bahnhofstr. 34, 44629 Herne.

Wichtig:
Die Teilnahme an der Zwischenprüfung ist Zulassungskriterium für die spätere Abschlussprüfung. Das Ergebnis der Zwischenprüfung ist dabei ohne Bedeutung. Da die Zwischenprüfung nur einmal jährlich stattfindet bedeutet eine Nichtteilnahme in der Mittelstufe (z.B. aufgrund von Krankheit), dass die die Ausbildungszeit nicht auf 2,5 Jahre verkürzt werden kann!


Die Abschlussprüfung besteht aus einer schriftlichen und einer mündlicher Prüfung. Am Tag des Bestehens der mündlichen Prüfung endet das Ausbildungsverhältnis. Die Voraussetzungen für die Zulassung zur Abschlussprüfung sind:

  • das während der Ausbildung in Form eines Ausbildungsnachweises geführte Berichtsheft.
  • die Teilnahme an der Zwischenprüfung
  • rechtzeitige Anmeldung

Schriftliche Prüfung:
Die schriftliche Prüfung besteht aus je fünf Prüfungsteilen, wobei sich die Inhalte leicht je nach Ausbildungsberuf (Rechtsanwaltsfachangestellte/r oder Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte/r) unterschieden:

 

 

Kostenrecht

Rechtsanwaltsfachangestellte/r

Rechtsanwaltsgebührenrecht

Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte/r

Gebühren- und Kostenrecht

Recht, Wirtschafts- und Sozialkunde
insbesondere:
bürgerliches Recht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Arbeits- und Sozialrecht, Grundlagen des Verfassungsrechtes, des Wirtschaftens und der Wirtschaftspolitik, Geld und Zahlungsverkehr, Kredit
Verfahrensrecht Zivilprozessrecht Zivilprozessrecht und freiwillige Gerichtsbarkeit
Rechnungswesen insbesondere: berufsbezogenes Rechnen und Buchführung
Fachbezogene Informationsverarbeitung Textverarbeitung (60 Minuten):
Formulieren und Gestalten eines fachkundlichen Textes nach Vorgaben mit Hilfe automatischer Textverarbeitung

Textverarbeitung (30 Minuten):
Erfassen und Gestalten eines fachkundlichen Textes mit Hilfe automatisierter Textverarbeitung

 

Mündliche Prüfung:
Die mündliche Prüfung findet als Gruppenprüfung statt, wobei jeder Teilnehmer ca. 15 bis 20 Minuten geprüft wird.


Weitere Informationen

Links:

 

Aktuelle Projekte


Ansprechpartner
 wn c
StD Henk Wiering
Abteilungsleiter

Tel.: 02323 16-4103
Henk.Wiering@mulvany-berufskolleg.de

 

 

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Zwischen- und Abschlussprüfung

Die Zwischenprüfung

·         soll den Ausbildungs- bzw. Leistungsstand des Auszubildenden zeigen

·         soll die Möglichkeit geben, Defizite im Hinblick auf die Abschlussprüfung rechtzeitig ausgleichen zu können, in dem mögliche Fördermaßnahmen eingeleitet bzw. zu erarbeitet werden

·         die Ausbildungsqualität sichern

·         den Ernstfall Abschlussprüfung üben (Stressfaktor, Wissensfülle etc.)

Zeitpunkt:
Die Zwischenprüfung wird im 2. Ausbildungsjahr in der Regel in der Woche nach den Herbstferien abgelegt.

Anmeldung:
Die Anmeldung erfolgt beim zuständigen Prüfungsausschussvorsitzenden, Herr RA Michael Lewburg, Bahnhofstr. 34, 44629 Herne.

Wichtig:
Die Teilnahme an der Zwischenprüfung ist Zulassungskriterium für die spätere Abschlussprüfung. Das Ergebnis der Zwischenprüfung ist dabei ohne Bedeutung.
Da die Zwischenprüfung nur einmal jährlich stattfindet bedeutet eine Nichtteilnahme in der Mittelstufe (z.B. aufgrund von Krankheit), dass die die Ausbildungszeit nicht auf 2,5 Jahre verkürzt werden kann!


Die Abschlussprüfung besteht aus einer schriftlichen und einer mündlicher Prüfung. Am Tag des Bestehens der mündlichen Prüfung endet das Ausbildungsverhältnis. Die Voraussetzungen für die Zulassung zur Abschlussprüfung sind:

·         das während der Ausbildung in Form eines Ausbildungsnachweises geführte Berichtsheft.

die Teilnahme an der Zwischenprüfung

·         rechtzeitige Anmeldung

Schriftliche Prüfung:
Die schriftliche Prüfung besteht aus je fünf Prüfungsteilen, wobei sich die Inhalte leicht je nach Ausbildungsberuf (Rechtsanwaltsfachangestellte/r oder Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte/r) unterschieden:

 

Rechtsanwaltsfachangestellte/r

Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte/r

Kostenrecht

Rechtsanwaltsgebührenrecht

Gebühren- und Kostenrecht

Recht, Wirtschafts- und Sozialkunde

insbesondere:

bürgerliches Recht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Arbeits- und Sozialrecht, Grundlagen des Verfassungsrechtes, des Wirtschaftens und der Wirtschaftspolitik, Geld und Zahlungsverkehr, Kredit

Verfahrensrecht

Zivilprozessrecht

Zivilprozessrecht und freiwillige Gerichtsbarkeit

Rechnungswesen

insbesondere: berufsbezogenes Rechnen und Buchführung

Fachbezogene Informationsverarbeitung

Textverarbeitung (60 Minuten):
Formulieren und Gestalten eines fachkundlichen Textes nach Vorgaben mit Hilfe automatischer Textverarbeitung

Textverarbeitung (30 Minuten):
Erfassen und Gestalten eines fachkundlichen Textes mit Hilfe automatisierter Textverarbeitung

Mündliche Prüfung:
Die mündliche Prüfung findet als Gruppenprüfung statt, wobei jeder Teilnehmer ca. 15 bis 20 Minuten geprüft wird.
Neben dem Berufsabschluss als Rechtsanwalts- und Notarfachanstellte/r durch die Rechtsanwalts- und Notarkammer in Hamm (= Prüfungszeugnis) erhalten Sie vom Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung der Stadt Herne beim Erreichen bestimmter schulischer Leistungen den Berufsschulabschluss (Abschlusszeugnis der Berufsschule). Der Berufsschulabschluss wird unabhängig vom Berufsabschluss zuerkannt, wenn die Leistungen am Ende des Bildungsgangs den Anforderungen entsprechen. Die Noten der Fächer der letzten beiden Schulhalbjahre sowie die letzte Zeugnisnote vorher abgeschlossener Fächer (z.B. Datenverarbeitung, Religion) werden zu einer Berufsschulabschlussnote zusammengefasst. Dabei werden die Noten der Fächer, die entsprechend der Stundentafel mit drei oder mehr Wochenstunden unterrichtet werden, doppelt gewichtet. Es wird auf eine Stelle hinter dem Komma - ohne Rundung - gerechnet. Der Berufsschulabschluss ist mit dem Sekundarabschluss I - Hauptschulabschluss nach Klasse 10 - gleichwertig.

Die Fachoberschulreife wird in Verbindung mit dem Berufsschulabschluss erreicht, wenn

·         eine Berufsschulabschlussnote von mindestens 3,0 erreicht wird und

·         die Berufsabschlussprüfung (Kammer-Prüfung) bestanden wird und

·         die für die Fachoberschulreife notwendigen Englischkenntnisse (oder eine andere Fremdsprache) nachgewiesen werden.

[Quelle: § 9 der VV zu Anlage A der APO-BK]

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