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AktoprakLevent"Unterm Arm die Odysee: Eine Poetische Reise Zwischen den Kulturen." Als ich zuerst hörte, dass wir Gedichte von dem türkischstämmigen Schriftsteller Levent Aktoprak hören würden, dachte ich mir: „Es wird höchstwahrscheinlich langweilig werden.“ Doch ich wurde eines Besseren belehrt.

Unterm Arm die Odysee: Eine Poetische Reise Zwischen den Kulturen

AktoprakLeventAls ich zuerst hörte, dass wir Gedichte von einem türkischstämmigen Schriftsteller hören würden, dachte ich mir: „Es wird höchstwahrscheinlich langweilig werden.“ Doch ich wurde eines Besseren belehrt.

Die Veranstaltung fand am 26.02.2014 in Raum D109 statt. Als ich den Raum betrat, war mir noch nicht klar, dass wir räumliche Probleme bekommen würden. Viele unterschiedliche Klassen waren anwesend.

Zu Beginn der Veranstaltung nahm ich mir die Zeit, mich über unseren berühmten Besucher, Levent Aktoprak, auf dem Beiblatt zur Lesung zu informieren. Ich fand heraus, dass er in der Türkei geboren wurde und dass er als kleines Kind mit seiner Familie nach Deutschland migrierte.

Er begann seine Lesung damit, etwas über sein Leben zu berichten. Manche dieser Informationen waren bereits dem Beiblatt zu entnehmen, aber zu hören wie er selbst davon berichtete, hatte eine andere Wirkung. Nach seiner Selbstdarstellung fing er an, ein Gedicht vorzutragen. Die Zuhörer waren ruhig, einzelne Störungen waren lediglich das Husten und Niesen vereinzelter Schüler. Dieses Gedicht handelte von der täglichen Routine eines Einwanderers. Ich schloss meine Augen und versuchte in meinem Kopf, den Inhalt des Gedichtes Revue passieren zu lassen.

Nachdem Aktoprak einige weitere Gedichte über das Leben in Fremde vorgetragen hatte, gab es Zeit (persönliche) Fragen zu stellen. Die erste Frage kam von einem Schüler, der weiter hinten im Raum saß. Er fragte, ob Herr Aktoprak sich eher als Türke oder als Deutscher fühlen würde. Herr Aktoprak beantwortete diese Frage ausführlich und definierte seine Identität als deutsch-türkisch, wobei er die Herausbildung seiner deutschen Identität hervorhob, die sich aus dem Leben und Aufwachsen in Deutschland formierte. Des Weiteren berichtete er von den Schwierigkeiten und die Diskriminierung, die ein türkischer Einwanderer in Deutschland erlebt. Die nächste Frage kam von mir selbst. Ich fragte ihn, ob seiner Meinung nach, das Konzept einer Identität als Teil eines Landes oder kulturellen Bezirks noch als notwendig betrachtet werden sollte. Dafür habe ich das Beispiel meines Heimatlandes, Brasilien, verwendet. „Eine Staatszugehörigkeit ist zu wenig. Ich denke, dass die kulturelle Identität eines Volkes noch wichtig ist“, meinte er darauf. Die Diskussion um die Frage war aufregend, und hat das Interesse der Zuhörer geweckt.

Nach dieser ersten Diskussionsphase wurde eine kurze Pause eingelegt, in der Kuchen und Kaffee von der HBFG13 für einen relativ günstigen Preis zur Verfügung gestellt wurde.

Der zweite Teil der Veranstaltung begann wieder damit, dass Herr Aktoprak drei weitere Gedichte vorlas, die überwiegend den Alltag der Menschen in der Türkei zum Thema hatten. Hieran schloss sich abermals eine Diskussion an. Die erste Frage eines Schülers bezog sich auf das Leben in Istanbul. Er fragte, ob es normal sei, die Moschee zu besuchen und das mehrmals am Tag. Herr Aktoprak beantwortete diese Frage mit einer Anekdote aus seinem Leben. Diese hatte zu heftigen Diskussionen unter den Zuhörern, überwiegend unter den türkischstämmigen Schülerinnen und Schülern, geführt und verschiedene Sichtweisen zum Vorschein gebracht.

Insgesamt hat die Veranstaltung einen starken Eindruck hinterlassen. Mir persönlich taten sich viele Fragen auf, die ich im Anschluss an die Veranstaltung noch an Herrn Aktoprak stellen konnte. Schlussendlich habe ich den Raum weniger als Deutscher und weniger als Brasilianer, sondern mehr als Mensch verlassen.

Autor: Rainer Schiefenhövel, KAFO

Den Artikel der WAZ über die Lesung finden Sie hier:
http://waz.m.derwesten.de/dw/staedte/nachrichten-aus-herne-und-wanne-eickel/herner-schueler-diskutieren-mit-tuerkischem-autor-id9043892.html?service=mobile

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