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indexIn den Oberstufenklassen der Höheren Handelsschule wurde im Religionsunterricht in einer Unterrichtseinheit ausführlich das Thema Rechtsextremismus behandelt. Die Schülerinnen und Schüler wurden mit dem Grundphänomen und den Erscheinungsformen des Rechtsextremismus vertraut gemacht.


Das rechtsextreme Weltbild lässt sich durch das Zusammenwirken von Ideologien der Ungleichwertigkeit und Gewaltakzeptanz beschreiben. Dies lässt sich auf die prägnante Formel bringen: Rechtsextremismus = Ideologie der Ungleichwertigkeit + Gewaltakzeptanz.

 

Zu den Ideologien von Ungleichwertigkeit zählen folgende Inhalte:

- Nationalistische bzw. völkische Selbstübersteigerung
- Rassistische Einordnung
- Unterscheidung von lebenswertem und unwertem Leben
- Behauptung von natürlichen Hierarchien
- Sozialdarwinistische Betonung des Rechts des Stärkeren
- Abwertung des Andersseins
- Betonung von Homogenität und kultureller Differenz

Neben der personen- und gruppenbezogenen tritt die lebenslagenbezogene Abwertung. Damit ist die Ungleichbehandlung von Fremden und Ausländern auf sozialer, ökonomischer, kultureller, rechtlicher und politischer Ebene gemeint.

Hinsichtlich der Gewaltakzeptanz unterscheidet man folgende Varianten:
- Die Überzeugung unabänderlicher Existenz von Gewalt („Gewalt gehört immer dazu“)
- Die Billigung fremdausgeübter privater bzw. repressiver staatlicher Gewalt
- Eigene Gewaltbereitschaft
- Tatsächliche Gewalttätigkeit

Die Grundakzeptanz von Gewalt zur Reglung von Konflikten beinhaltet in der Folge

- Ablehnung rationaler Diskurse
- Betonung des alltäglichen Kampfes um das Dasein
- Ablehnung demokratischer Regelungsformen von sozialen und politischen Konflikten
- Betonung autoritärer und militärischer Umgangsformen und Stile

Die Schülerinnen und Schüler wurden mit Kennzeichen und Aktionsformen des Rechtsradikalismus bekannt gemacht. Er begegnet uns heute nicht mehr nur in Glatze und Springerstiefel, ist in bürgerlichem Habitus bis in die Parlamente auf kommunaler und regionaler Ebene vorgedrungen. In der gegenwärtigen Flüchtlingszuwanderung ist nicht nur eine verbale Radikalisierung, sondern auch eine selbstverständliche Akzeptanz von Gewalt feststellbar. Die vom rechtsradikalen NSU an Mitbürgern mit Migrationshintergrund verübten Morde sind ein weiteres bedrohliches Phänomen der jüngeren Vergangenheit, die Aufdeckung weiterer rechtsradikaler Gruppierungen reicht bis in die Gegenwart. Stadtteilfeste, Hausaufgabenhilfe und Bürgerwehren gehören genauso zum Repertoire wie rechtsradikale Musik in beinahe allen Stilrichtungen vom Techno bis zur Volksmusik.

Filmplakat KriegerinZum Abschluss besuchten die Klassen eine Vorführung des Filmes „Die Kriegerin“ in der VHS in Herne.
Hier konnten die Schülerinnen und Schüler einige erarbeitete Phänomene wiederentdecken. Allerdings beschränkte sich der Film aufgrund der Recherchesituation des Produzenten auf die Gruppe der Glatzen mit Springerstiefel in Ostdeutschland.

Die Reaktionen der Schülerinnen und Schüler auf die gezeigten Gewaltphänomene waren sehr unterschiedlich. Das Thema „Überwindung von Gewalt“ wird weiter auf der Tagesordnung stehen. Angesichts der gesellschaftlichen Ausgangslage ist die politische Bildung der Schülerinnen und Schüler genauso wichtig wie eine gezielte Wertevermittlung.
Neben der Erziehung zu gewaltfreier Konfliktlösung gehört dazu auch eine Stärkung demokratischer und zivilgesellschaftlicher Denk- und Verhaltensweisen!

Dr. Horst Hoffmann, Pfarrer

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