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Über uns

Kollegiale Fallberatung für Lehrerinnen und Lehrer

  • Werden Sie im Schulalltag auch mit Problemen im Umgang mit Schülerinnen und Schülern sowie mit anderen Lehrerinnen und Lehrern konfrontiert, die Sie allein nicht lösen können bzw. wollen?
  • Würden Sie sich gern in einem kleinen Kreis von Kolleginnen und Kollegen über diese Probleme austauschen und gemeinsam über entsprechende Problemlösungen nachdenken?

Wenn ja, dann sollten Sie sich an uns - das Beratungsteam - wenden und sich nach dem Termin für die nächste Kollegiale Fallberatung erkundigen. Wir freuen uns über jeden Kollegen, der bereit ist, seine persönlichen Erlebnisse und/oder Erfahrungen einzubringen, um im Rahmen der Kollegialen Fallberatung Probleme und deren Lösungen zu erörtern.

Damit Sie wissen, worauf Sie sich einlassen, hier noch einige Informationen zur Kollegialen Fallberatung ...

Es handelt sich um eine Methode kollegialer Zusammenarbeit für Kleingruppen, die Elemente des Gesprächsmodells der kooperativen Entscheidungsfindung enthält, aber in besonderer Weise nach Phasen gegliedert ist, die in einer bestimmten Abfolge einzuhalten sind. Ein kompetenter Moderator (wie z.B. Beratungslehrer, Schulpsychologe, Sozialpädagoge) ist allenfalls beim ersten Vertrautwerden mit der Methode und ihren aufeinander folgenden Phasen oder Arbeitsschritten erforderlich. Dann übernimmt jemand aus dem Kollegium bzw. aus der Gruppe des Kollegiums die Moderation des Prozesses konkreter Problem- oder Konfliktlösungsversuche zu einem Fall, den eine Kollegin oder ein Kollege einbringt. Alle Mitglieder der Gruppe sind aktiv beteiligt, wenn sie ihre eigenen Erfahrungen und Sichtweisen zur Problematik darstellen. So wird durch wechselseitiges Anteilnehmen, Hineinfühlen in die Situation, Beraten, Entwerfen von Alternativen ein Problemlösungsprozess in Gang gebracht, der die betreffende Lehrperson mit ihrem Problem oder Konflikt aus der Vereinzelung in eine mitdenkende, mitfühlende und somit mutmachende Solidargemeinschaft hebt. Oberflächliches Herumdiskutieren sowie das Mitteilen von Patentlösungen oder "Rezepten", die zumeist nicht weiterhelfen, entfallen. Folgende Phasen charakterisieren die Methode:

Phase 1: Startphase
Es wird festgestellt, dass jemand aus der Gruppe eine Beratung von den betreffenden Kolleginnen und Kollegen wünscht. Äußern mehrere das Interesse, muss nach einem Kompromiss gesucht werden, wer mit seinem Fall beginnt. Entscheidungskriterium sollte die Dringlichkeit der Problematik bzw. die besondere Belastung durch einen schwelenden Konflikt sein. Nach dieser Entscheidung wird der Zeitrahmen festgelegt. Jetzt wird die Frage beantwortet, wer den Prozess der kollegialen Beratung moderiert. Der Moderator sorgt dafür, dass Gesprächsregeln und die bestimmte Abfolge der Arbeitsphasen eingehalten werden. Für diese Aufgaben benötigt er kein Expertenwissen.

Phase 2: Schildern der Problem- bzw. Konfliktsituation
Das ratsuchende Gruppenmitglied schildert seinen Fall möglichst genau und verdeutlicht u.U. Zusammenhänge durch eine Handskizze. Die anderen hören aufmerksam zu und machen sich ggf. Notizen zum Fall bzw. zu klärungsbedürftigen Rückfragen. Sie stellen während des Vortrags aber keine Fragen und kommentieren auch keine Details der Darstellung.

Phase 3: Kurze Rückmeldung
Alle werden vom Moderator gebeten, dem berichtenden Mitglied der Gruppe kurz mitzuteilen, was die Darstellung bei ihnen persönlich und hinsichtlich der Situation, in der sich die betroffene Kollegin bzw. der Kollege befindet, auslöste. Die Blitzlichtregeln, den gerade Berichtenden nicht zu kritisieren und nur aus persönlicher Sicht zu sprechen, müssen beachtet werden.

Phase 4: Gemeinsame Arbeit an der Fallproblematik

  • Um die Situation und das Problem besser zu verstehen, können die Berater nun beim Ratsuchenden nachfragen. Sie stellen sog. Informationsfragen zum Sachverhalt, z.B. in der Form: »Wie war das ?«. Fragen im Sinne von: »Warum hast du das so und nicht anders gemacht...?« sollen an dieser Stelle noch nicht formuliert werden. Manchmal bietet es sich an, die maßgebliche Konfliktszene rollenverteilt zu spielen, um das Wie der Situation lebendiger vor Augen zu haben.
  • Die Berater legen - jeder für sich - eine kurze Reflektionspause ein und machen sich die Situation mit ihren Bedingungsfaktoren noch einmal klar.
  • Es folgt jetzt die Aufforderung des Moderators an die Gruppe, sich ganz in die Rolle des Kollegen bzw. der Kollegin hineinzuversetzen und aus eigener Sicht das Gehörte mit der Formel »Ich als du...« darzustellen. Der Ratsuchende schweigt während dieser Zeit und hört gut zu. Er macht sich zu den unterschiedlichen Redebeiträgen Notizen, die als Gedächtnisstütze für die spätere Rückmeldung dienen.
  • Die ratsuchende Lehrkraft äußert sich nun nach Abschluss der Runde zu den Darstellungen ihrer Kolleginnen und Kollegen. Sie klärt darüber auf, von wem sie sich besonders gut verstanden fühlte, was sie sonst bei den Erzählungen als interessant oder neu empfunden hat und räumt ggf. Missverständnisse aus.
  • Es können nun, falls erforderlich, weitere Informationen zum Problem gesammelt, aber auch erste Lösungsmöglichkeiten der Konfliktsituation versucht werden. Diese Lösungsalternativen sollten schriftlich als vergleichende Übersicht in Stichworten festgehalten werden.
  • Zwei oder drei Gruppenmitglieder sollten nun noch einmal in die Rolle der Konfliktparteien schlüpfen. Sie sollten in der Form »Ich als...« eine Lösungsalternative mit Verhaltensweisen und Entscheidungsschritten möglichst anschaulich schildern.
  • Die ratsuchende Person beurteilt die eingebrachten Lösungsvorschläge und beschreibt, mit welcher Alternative sie sich am besten identifizieren kann und was sie als Erkenntnis aus den Beratungsvorschlägen als Nächstes zur Konfliktbewältigung tun will.

Phase 5: Abschlussphase
Die kollegiale Fallberatung klingt aus mit einem Blitzlicht, in dem alle Beteiligten beschreiben, wie es ihnen im Verlauf des Arbeitsprozesses ging, welche Phasen für sie sehr aufschlussreich und lernwirksam waren, wie und wann (und evtl. mit welchem Konfliktfall) die Kooperation fortgesetzt werden sollte.

Quelle: Die Informationen sind der Seite http://www.schulleitung.de/konflikte/grundlagen/i653.htm entnommen, die aber z. Zt. nicht mehr online ist.

 

 

 

 

 

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